Dr. med. vet. Marc-Florian Wendler Telefon 044 371 14 11
Thema: Katze/ Kater / Erkrankung

Was tun, wenn Ihre Katze nicht urinieren kann

Kann Ihre Katze /Ihr Kater nicht mehr Urin ab­setzen und zeigt sicht­bare Schmerzen beim Ver­such zu urinieren? Dann kann ein dringender oder gar not­fall­mässiger Tier­arzt­besuch not­wendig werden. Dr. med. vet. Wendler er­klärt, welche Krank­heit da­hinter stecken kön­nte und wie diese be­handelt werden müs­ste.

Die Erkrankung ist vom Tier­arzt oft schnell er­kannt. Katzen/­Kater, die nicht urinieren können, leiden nicht selten an einer Block­ade der Harn­röhre. Prozentual ist der Kater von einer Harn­röhren­obstruktion häufiger betroffen, als die Katze. Das Problem dabei ist: Vor allem bei Frei­gänger-Katzen/-Katern lässt sich dies vom Be­sitzer oft erst sehr spät erkennen, da die Katzen/Kater nicht in direkter Beo­bachtung stehen. Einfacher ist es bei Haus­katzen/-katern. Hier kann man oft beobachten, dass der be­troffene Kater, die betroffene Katze häufig sehr erfolglos versucht ins Katzenklo zu urinieren, sehr un­ruhig ist, ein gesträubtes Fell und ein so­­ge­nanntes Schmerz­­gesicht (seitlich ab­ge­klap­pte Ohren) hat. Auch Ver­­haltens­­änder­ungen (Appetit­losig­­keit, Aggres­sivi­­tät beim An­­fassen etc.) können Zeichen sein, dass Ihre Katze/Kater krank ist.

Diagnose beim Tier­arzt wichtig

Je früher diese Krank­­heit er­kannt wird, desto einfacher und un­­ge­fährlicher ist der Ver­lauf. Denn wenn die Harn­­röhre verstopft ist, produzieren die Nieren weiterhin Urin, Dieser staut sich in der Blase an und irgendwann ist die Blase voll und be­ginnt sich zu über­­dehnen, was die Blasen­­wand stark be­lastet, sodass die Blase schluss­endlich sogar reissen kann. Gleich­­zeitig staut sich der Urin zurück ins Nieren­­becken – die Folgen davon können zu einem ir­reparablen Nieren­schaden führen. Ebenfalls gefährlich sind die sogenannten harnpflichtigen Substanzen, die nicht mehr wie vorgesehen ausge­schieden werden können. Abfall­­produkte des Stoff­­wechsels sammeln sich beim Tier mit einer Harn­­röhren­­obstruk­tion im Blut an und verursachen irgend­wann eine so­ge­nannte Harn­ver­giftung (Urämie). Zudem wird der Kreis­lauf sehr belastet.

Wie wird eine Harn­röhren­obstruk­tion bei Katern be­handelt?

Da das Tier oft sehr starke Schmerzen und Un­ruhe zeigt, wird für eine an­ge­messene Unter­suchung und die anschliessen­de Be­handlung eine Beruhigungs­spritze oder ähnliches nötig. Der Tier­arzt wird ver­suchen, die Block­ade so schnell wie möglich zu beheben. Um den Stau zu beheben, gibt es mehrere Vor­gehens­möglichkeiten (Harnröhrenspülung, operative Ver­sorgung). Je nachdem welche Art Harn-/Blasen­steine es sind, kann versucht werden, diese im mit Hilfe einer speziellen Harn­steindiät auf­zulösen oder wie erwähnt chirurgisch zu entfernen.

Je häufiger ein Kater bereits eine ver­­stopfte Harn­­röhre hatte, desto grösser ist leider auch das Rück­­fall­­risiko und macht somit eine chirurgische Ver­sorgung wahr­scheinlicher. Deshalb gilt: Wenn Sie das Ge­fühl haben, dass Ihr Kater nicht normal urinieren kann- es ihm ansonsten aber den Umständen entsprechend gut geht, sollten Sie Ihren Tierarzt anrufen und Ihm die Situation schildern. Harn­röhren­­obstruk­tionen sind Notfälle und können lebens­­bedrohlich sein. Je früher Ihr Kater be­handelt wird, desto besser sind die Heilungs­­chancen.

Tierarzt in Zürich? Ist Ihre Katze, Ihr Kater verletzt oder krank? Dr. med. vet. Marc-Florian Wendler ist spezialisiert auf Katzen und Hunde, Telefon 044 371 14 11

Was tun, wenn Ihre Katze nicht urinieren kann

Was tun, wenn Ihre Katze nicht urinieren kann

Kann Ihre Katze /Ihr Kater nicht mehr Urin ab­setzen und zeigt sicht­bare Schmerzen beim Ver­such zu urinieren? Dann kann ein dringender oder gar not­fall­mässiger Tier­arzt­besuch not­wendig werden. Dr. med. vet. Wendler er­klärt, welche Krank­heit da­hinter stecken kön­nte und wie diese be­handelt werden müs­ste.

Die Erkrankung ist vom Tier­arzt oft schnell er­kannt. Katzen/­Kater, die nicht urinieren können, leiden nicht selten an einer Block­ade der Harn­röhre. Prozentual ist der Kater von einer Harn­röhren­obstruktion häufiger betroffen, als die Katze. Das Problem dabei ist: Vor allem bei Frei­gänger-Katzen/-Katern lässt sich dies vom Be­sitzer oft erst sehr spät erkennen, da die Katzen/Kater nicht in direkter Beo­bachtung stehen. Einfacher ist es bei Haus­katzen/-katern. Hier kann man oft beobachten, dass der be­troffene Kater, die betroffene Katze häufig sehr erfolglos versucht ins Katzenklo zu urinieren, sehr un­ruhig ist, ein gesträubtes Fell und ein so­­ge­nanntes Schmerz­­gesicht (seitlich ab­ge­klap­pte Ohren) hat. Auch Ver­­haltens­­änder­ungen (Appetit­losig­­keit, Aggres­sivi­­tät beim An­­fassen etc.) können Zeichen sein, dass Ihre Katze/Kater krank ist.

Diagnose beim Tier­arzt wichtig

Je früher diese Krank­­heit er­kannt wird, desto einfacher und un­­ge­fährlicher ist der Ver­lauf. Denn wenn die Harn­­röhre verstopft ist, produzieren die Nieren weiterhin Urin, Dieser staut sich in der Blase an und irgendwann ist die Blase voll und be­ginnt sich zu über­­dehnen, was die Blasen­­wand stark be­lastet, sodass die Blase schluss­endlich sogar reissen kann. Gleich­­zeitig staut sich der Urin zurück ins Nieren­­becken – die Folgen davon können zu einem ir­reparablen Nieren­schaden führen. Ebenfalls gefährlich sind die sogenannten harnpflichtigen Substanzen, die nicht mehr wie vorgesehen ausge­schieden werden können. Abfall­­produkte des Stoff­­wechsels sammeln sich beim Tier mit einer Harn­­röhren­­obstruk­tion im Blut an und verursachen irgend­wann eine so­ge­nannte Harn­ver­giftung (Urämie). Zudem wird der Kreis­lauf sehr belastet.

Wie wird eine Harn­röhren­obstruk­tion bei Katern be­handelt?

Da das Tier oft sehr starke Schmerzen und Un­ruhe zeigt, wird für eine an­ge­messene Unter­suchung und die anschliessen­de Be­handlung eine Beruhigungs­spritze oder ähnliches nötig. Der Tier­arzt wird ver­suchen, die Block­ade so schnell wie möglich zu beheben. Um den Stau zu beheben, gibt es mehrere Vor­gehens­möglichkeiten (Harnröhrenspülung, operative Ver­sorgung). Je nachdem welche Art Harn-/Blasen­steine es sind, kann versucht werden, diese im mit Hilfe einer speziellen Harn­steindiät auf­zulösen oder wie erwähnt chirurgisch zu entfernen.

Je häufiger ein Kater bereits eine ver­­stopfte Harn­­röhre hatte, desto grösser ist leider auch das Rück­­fall­­risiko und macht somit eine chirurgische Ver­sorgung wahr­scheinlicher. Deshalb gilt: Wenn Sie das Ge­fühl haben, dass Ihr Kater nicht normal urinieren kann- es ihm ansonsten aber den Umständen entsprechend gut geht, sollten Sie Ihren Tierarzt anrufen und Ihm die Situation schildern. Harn­röhren­­obstruk­tionen sind Notfälle und können lebens­­bedrohlich sein. Je früher Ihr Kater be­handelt wird, desto besser sind die Heilungs­­chancen.